Thea Lehmann : Mordskunst im Elbtal - Spannender sächsischer Regionalkrimi


 Thea Lehmann

22.10.2018, Stadtbibliothek Neustadt i. S.

Das sächsisch-bayrische Ermittlerduo ist in seinem nunmehr dritten Fall nach "Tod im Kirnitzschtal" und "Dunkeltage im Elbsandstein" wieder zwischen Dresden und der Sächsischen Schweiz unterwegs. In "Mordskunst" sind Kommissar Leo Reisinger und seine Kollegin Sandra Kruse diesmal mit dem Tod einer jungen Frau befasst, die ohne Papiere am Bad Schandauer Bahnhof gefunden wird. Keine große Sache, wie alle bei der Kripo glauben. Der Fall scheint schnell gelöst. Doch als ein weiterer Mord die Dresdner Neustadt erschüttert, scheinen beide Fälle irgendwie miteinander verstrickt zu sein. Reisinger stößt auf mörderische Spuren in der Dresdner Kunstszene, die den Tod der jungen Frau in ein anderes Licht tauchen.

Einen bayrischen Kommissar nach Dresden zu versetzen ist vor dem persönlichen Hintergrund der Autorin Thea Lehmann zwar sehr spontan, aber folgerichtig passiert. Sie lebt in Bayern und ist seit fast zwei Jahrzehnten mit einem Sachsen verheiratet, dessen Familie aus der Sächsischen Schweiz stammt. das Paar verbringt so viel Zeit wie möglich in der alten Heimat und genau wie die Autorin wundert sich nun auch der bayrische Kommissar Reisinger über die Eigenarten der Sachsen, geht mit seinen Vorurteilen auf Mensch und Natur zu, lernt seine neue Heimat kennen und lieben. Aus dem Spannungsfeld zwischen Leberkäse und Hackepeter erwächst im Laufe der Zeit eine ziemlich gelungene sächsisch-bayrische Völkerverständigung.


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